Förderung aus der Fischereiabgabe

- Neue Regelungen und Fristen beachten -

Die Fischereiabgaberichtlinie wurde 2015 in einigen Punkten grundlegend geändert.
Betroffen ist vor allem das Verfahren zur Förderung von Besatzmaßnahmen nach einem Artenhilfsprogramm (AHP) für die Jahre 2016 — 2020.

Die förderfähigen Fischarten und die jeweilige Gebietskulisse für den Bezirk Niederbayern hat der FVN mit der Fachberatung für Fischerei abgestimmt. Gefördert werden:
Äsche, Bachforelle, Barbe, Elritze, Frauennerfling, Huchen, Nase, Nerfling, Rutte.

Laufzeit:

5 Jahre; das AHP zielt auf eine nachhaltige Wirkung zum Bestandsaufbau gefährdeter Fischarten ab. Antragsteller sollten sich also auch für diese Laufzeit an dem AHP beteiligen.

Fördersätze:

unterschiedlich, je nach Fischart zwischen 30 % und 90 %; Details sind den Infoblättern zu entnehmen, Downloads siehe unten.

Rutte:

Der normale Fördersatz beträgt 30 %. Erhöht der Verein das Schonmaß auf 40 cm, beträgt der Fördersatz 60 %. Hierzu muss der Verein den Nachweis für die vereinsinterne Regelung erbringen, z.B. über die Kopie des Jahreserlaubnisscheins mit der Angabe des Schonmaßes (Beilegezettel, Homepage o.ä.).

Antragsverfahren:

Jeder Verein/Fischereiberechtigte, der sich an dem AHP-Niederbayern beteiligen möchte, muss vor Beginn der Maßnahme den „Antrag zur Teilnahme am Artenhilfsprogramm für gefährdete Fischarten“ ausfüllen. Für jedes Fischereirecht/Gewässerstrecke muss ein separates Formblatt ausgefüllt werden, Downloads siehe unten.

Frist:

Der Antrag muss bei der Geschäftsstelle des FVN bis zum 15. Februar eines jeden Jahres auf dem Postweg mit Unterschrift eingereicht sein. Später eingehende Anträge können 2016 nicht behandelt werden!
Der FVN  erstellt für alle eingehenden Anträge getrennt nach Fischarten einen Sammelantrag beim Landesfischereiverband Bayern.

Bewilligung:

Der Antragsteller erhält eine Mitteilung über die Bewilligung.

Verwendungsnachweis:

Er ist bis zum 31. Oktober eines jeden Jahres bei der Geschäftsstelle des FVN einzureichen.

Die Förderung sonstiger Maßnahmen, z.B. Jugendarbeit, Beschaffung von Geräten, lebensraumverbessernde Maßnahmen usw., läuft wie gewohnt ab:

  • Ein Antrag muss vor Beginn der Maßnahme gestellt werden. Antrag an den FVN senden.
  • Anträge sind bis spätestens 30. September des laufenden Jahres zu stellen!
    Sie müssen mit einer 4-wöchigen Bearbeitungszeit rechnen und bis 15.11. müssen bewilligte Mittel abgerufen werden. Je früher der Förderantrag gestellt ist, desto besser.
  • Im Falle einer Bewilligung erhalten Sie eine Vereinbarung in 2-facher Ausfertigung. Eine davon unterschreiben und sofort (spätestens nach 2 Wochen) zurück an LFV senden. Ein Exemplar ist für Ihre Akten bestimmt.
  • Die Verwendungsnachweise direkt an die Förderstelle senden.
  • Verwendungsnachweise spätestens 1 Monat nach Beendigung der Maßnahme einreichen.
  • Bei einer nicht vollständig abgeschlossenen Maßnahme wird von dem Antragsteller eine schriftliche Mitteilung mit Begründung erforderlich.
  • Die zu fördernde Maßnahme muss im Sinne der Fischereiabgabenrichtlinie im Jahr der Beantragung begonnen worden sein, um eine Übertragung und Auszahlung der Fördermittel im kommenden Jahr durchführen zu können.
  • Maßnahmen, bei denen keine gültigen Fördervereinbarungen vorliegen und ohne erkennbaren Grund die vorgegebenen Fristen nicht eingehalten wurden, dürfen aufgrund der rechtlichen Bestimmungen nach dem 15.11. dieses Jahres nicht mehr berücksichtigt werden.
  • Antragsformulare und notwendige Anlagen können im Internet www.lfvbayern.de/lfv/foerderstelle heruntergeladen werden. Bei Bedarf schicken wir sie Ihnen zu. Nur aktuelle Antragsformulare benutzen!